Drei Fragen an: Carla Eisfeldt
Was fasziniert Dich am Frankfurter Hauptfriedhof?
Was mich am Frankfurter Hauptfriedhof fasziniert, ist diese besondere Mischung aus Endstation und Leben. Zwischen Grabsteinen und ganz viel Natur spürt man Schicksale und gleichzeitig etwas sehr Tröstliches. Genau dieses Spannungsfeld hat mich gereizt, den Hauptfriedhof zum Schauplatz meines Frankfurter Regionalkrimis „Lügen sind Rudeltiere“ zu machen. Manchmal reicht ein einziger Moment, ein Blick, eine Beobachtung, um alles zu verändern.
Deine Hauptfigur lügt ständig – hat sie das von Dir?
Zum Glück nicht in diesem Ausmaß, aber natürlich kenne auch ich das Prinzip dahinter sehr gut. Erzählen wir nicht alle manchmal kleine oder größere Unwahrheiten um uns zu schützen, um Konflikte zu vermeiden oder um besser dazustehen?
Der Unterschied zwischen meiner Hauptfigur Romy Sternek und mir ist, dass ich meine Lügen hemmungslos auf dem Papier ausleben darf. Romy hingegen treibt es konsequent auf die Spitze und muss am Ende mit den Konsequenzen leben, die in meinem Krimi deutlich gefährlicher für sie ausfallen…
Warum eignet sich Frankfurt besonders für einen Krimi?
Im Grunde eignet sich jeder Ort für einen Krimi – überall, wo Menschen aufeinandertreffen, gibt es Konflikte, Geheimnisse und Abgründe.
Ich selbst bin hier geboren, bewege mich täglich durch die Stadt und liebe es zu beobachten. Für mich ist entscheidend, da zu schreiben, wo ich mich auskenne. Wo ich Wege kenne, Stimmungen, Eigenheiten. Und trotzdem liefert mir Frankfurt keine fertigen Krimis – aber unendlich viele Beobachtungen, aus denen Geschichten entstehen.
Danke für das Gespräch!